Die etwas andere Schallplatte


Als es Thomas Alva Edison 1877 zum ersten mal gelang die Walze seines Phonographen zu besprechen und damit Töne zu speichern und wiederzugeben dachte er bestimmt noch nicht daran, dass sich bereits rund 50 Jahre später eine Industrie seiner Erfindung bemächtigt hat, deren bestreben darin lag mit Unterhaltung Geld zu verdienen.
Mag doch gerade zu Beginn der Entwicklung die Faszination darin gelegen haben, ein Medium geschaffen zu haben, mit dem man Toninformationen „haltbar" und reproduzierbar machen konnte und man somit eine Möglichkeit hatte Tondokumente zu erstellen.

Nur zu schnell aber trat diese Bestimmung im Laufe der Evolution der Schallplatte immer weiter zurück aber sie ging auch nie wirklich verloren. Bis weit in die Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts blieb die Schallplatte als Medium der Information mehr oder weniger erhalten, was die Veröffentlichungen vieler Zeitdokumente, Reportagen, Dokumentationen und Hörspiele bestätigen.
Aber auch die Werbung entdeckte die Schallplatte als Mittel für ihren Zweck. Durch eindeutig gerichtete Toninformation oder als Werbeträger aufgrund ihrer Optik wurde das Medium gezielt eingesetzt Konsumenten zu „informieren". Um das auch noch entsprechend kostengünstig zu erreichen wurden die Herstellungsverfahren optimiert. Die Schallplatte oder besser jetzt Schallfolie wurde billig und konnte schnell in großen Stückzahlen produziert werden. Sie wurde als kostenlose Gabe an den Konsumenten zu einem Wegwerfprodukt. Trotz hoher Stückzahlen sind die damaligen Werbebotschaften heute eher selten und gesuchte Sammlerstücke.

Ich wünsche viel Spaß auf den folgenden Seiten, die auch zeigen sollen, dass das Sammeln von Schallplatten mehr sein kann als nur das Zusammentragen einer möglichst großen Anzahl eines Unterhaltungsmediums.

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Die Schallplatte als Werbeträger
Sprechplatten, Tondokumente und Hörspiele
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Direktschnitt- und Billig-Schallplatten, tönende Postkarten